Aktuell präsentieren ZF und Qualcomm Technologies eine modulare ADAS-Computing-Lösung, die den ZF ProAI-Supercomputer mit der Snapdragon Ride-Plattform vereint. Die offene Architektur skaliert bis 1.500 TOPS, um fortschrittliche KI-Wahrnehmung, Bildanalyse und Sensorfusion zu realisieren. Hersteller profitieren von Domain-, Zonen- und Zentralrechner-Optionen, OTA-Updates und umfangreichen Tools zur schnellen Softwareentwicklung. Dank flexibler Integration externer Anwendungen lassen sich individuelle Fahrerassistenzfunktionen effizient implementieren, vorbereitet für automatisiertes Fahren bis Level 3. Zudem gewährleistet Plattform-Updates und Skalierbarkeit.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Automobilbranche erhält offene End-to-End KI-Plattform für ADAS Level 3
Mit der gemeinsamen ADAS-Plattform von ZF und Qualcomm entsteht eine offene Rechenarchitektur, in der ProAI-Supercomputer und Snapdragon Ride nahtlos kooperieren. Ein End-to-End-KI-Modell integriert kamerabasierte Bildverarbeitung, Sensorfusion und Entscheidungsalgorithmen und erreicht bis zu 1.500 TOPS Leistung. Fahrzeughersteller erhalten vorkonfigurierte, skalierbare Systeme für automatisiertes Fahren Level 3 mit Optionen für Domain-, Zonen- oder Zentralrechner sowie einfacher Einbindung von Drittanbieter-Software und kontinuierlichen Over-the-Air-Updates. Die Architektur ermöglicht flexible Anpassung, modulare Erweiterung und langfristige Wartbarkeit.
ProAI kombiniert Sensorfusion Bildverarbeitung und E2E KI-Modellsteuerung für Hersteller
Als Herzstück moderner Fahrerassistenzsysteme fungiert die ZF ProAI-Familie als zentraler Rechenknoten für diverse Fahrzeugarchitekturen und Software-Stacks. In ihrer leistungsfähigsten Ausprägung bündelt sie mehrere Performance-Boards zu über 1.500 TOPS Rechenpower. Sie lässt sich flexibel als Domain-, Zonen- oder Zentralrechner einsetzen und beherrscht fortschrittliche Bildanalyse, präzise Sensorfusion sowie komplexe Entscheidungslogik oder vollständig integrierte End-to-End-KI-Modelle. Automobilhersteller erzielen damit höchste Systemflexibilität, Skalierbarkeit und langfristige Zukunftsfähigkeit für sämtliche Automatisierungsstufen und reduzieren gleichzeitig Entwicklungsaufwand signifikant effizient.
Navigate on Autopilot NOA ermöglicht teilautonomes Fahren ohne Eingriff
Mit rund 25 ADAS-Modulen liefert ZF ein umfassendes Softwareportfolio für Sicherheits-, Komfort- und Parkfunktionen, das Hersteller je nach Anforderungsprofil auswählen können. Navigate on Autopilot (NOA) ermöglicht teilautomatisiertes Fahren ohne Handgriff am Lenkrad. Die einzelnen Programme sind in flexible Pakete organisiert und lassen sich skalierbar in bestehende Elektronikarchitekturen integrieren. OEMs profitieren von deutlich verkürzten Entwicklungszeiten, geringeren Integrationskosten und der Möglichkeit, Funktionen präzise auf Modellvarianten abzustimmen. Außerdem verbessert sich die Softwarewartung signifikant.
Vielseitige Front- bis Mehrkamerasysteme verbessern die situative Fahrzeugumgebungserkennung erheblich
Mit dem Snapdragon Ride Pilot erhalten Hersteller eine KI-gestützte Kameraplattform zur zuverlässigen Erkennung von Objekten, Fahrspuren und Verkehrszeichen sowie für automatisierte Einparkhilfen und Fahrermonitoring. Die modulare Architektur reicht von einer Frontkamera-Lösung bis hin zu komplexen Mehrkamerasystemen mit Vogelperspektive, Fischaugenoptik und Radarintegration. Durch ein abgestimmtes Hardware-Software-Co-Design und optimierte Netzwerkpfade werden Latenzen minimiert. Das System ist für automatisierte Spurwechsel auf Autobahnen und urbaner Assistenz zertifiziert und in über sechzig Ländern im Einsatz.
Over-the-Air-Updates ermöglichen kontinuierliche Erweiterung der Fahrzeugfunktionen über gesamten Lebenszyklus
Die offene Integrationsumgebung von Qualcomm nutzt eine modulare Plattformarchitektur zur flexiblen Allokation von Prozessorleistung. Ein einheitliches Interface-Framework und multiple Abstraktionsstufen sichern die Kompatibilität zwischen ADAS- und Infotainment-Steuergeräten. Reguläre Over-the-Air-Updates ermöglichen eine stetige Weiterentwicklung von Fahrassistenzfunktionen sowie multimedialen Systemen im laufenden Betrieb. OEMs können neue Software-Features zeitnah bereitstellen, Flotten nahtlos aktualisieren und damit langfristig Betriebskosten senken, ohne physische Komponenten austauschen zu müssen. Dies trägt entscheidend zur Reduktion von Entwicklungszeiten und Steigerung der Markteinführungsrate bei.
Eine umfassende Suite an Entwicklungswerkzeugen ermöglicht die schnelle Prototypenentwicklung und Validierung im virtuellen Umfeld. Hochautomatisierte Simulationspipelines erzeugen realitätsnahe Verkehrsszenarien für KI-basierte Sensorfusion und Kameramodule. Offene Schnittstellen und RESTful-APIs fördern die Interoperabilität zwischen Softwarekomponenten und erleichtern die Integration von Drittanbieter-Plugins. Mit integrierter Testdatenverwaltung, Traceability-Funktionen und skalierbaren Cloud-Ressourcen lassen sich Fehler frühzeitig erkennen, Qualität sichern und Entwicklungszyklen im ADAS-Umfeld wesentlich optimieren. Ergänzend bieten Analysen, automatisierte Berichte und Diagnoseprotokolle in Echtzeit direktes Feedback.
Mit der ADAS-Toolchain von Qualcomm erhalten OEMs und Tier-1-Zulieferer eine allumfassende Entwicklungsplattform: Sie umfasst modulare Softwarepakete, leistungsfähige Simulationsumgebungen sowie umfassend dokumentierte APIs für Sensorfusion und Bildverarbeitung. Durch die Kombination aus virtuellen Testfahrten und Hardware-in-the-Loop-Versuchen lassen sich Prototypen schnell validieren und optimieren. Standardisierte Schnittstellen beschleunigen die Integration in Fahrzeugnetzwerke, während automatisierte Testpipelines skalierbare Entwicklungszyklen ermöglichen und Effizienz in der Serienentwicklung steigern. Eine cloudbasierte Kollaboration und Performance-Analyse runden die Toolchain-Funktionalität ideal ab.
Skalierbare Domain-, Zonen- und Zentralrechner bieten robuste ADAS-Systemintegration jetzt
ZF und Qualcomm haben eine offene Plattform entwickelt, die ADAS-Systeme der Stufe 3 mit hoher Skalierbarkeit ermöglicht. Der End-to-End-Ansatz kombiniert KI-gestützte Bildverarbeitung, Sensorfusion und Entscheidungslogik auf bis zu 1.500 TOPS Rechenleistung unter einer modularen Softwarearchitektur. OEMs profitieren von Domain-, Zonen- oder Zentralrechneroptionen, umfassenden Entwicklungswerkzeugen, standardisierten Schnittstellen und Over-the-Air-Updates. Diese Lösung beschleunigt die Markteinführung, vereinfacht Drittanbieter-Integration und sichert langfristige Softwareupdates im Fahrzeug sowie einfache flexible Anpassung an Kundenanforderungen.

