Beim 36. Landeswettbewerb Jugend forscht Mecklenburg-Vorpommern präsentierten 85 angehende Wissenschaftler in der Rostocker Stadthalle insgesamt 44 interdisziplinäre Forschungsarbeiten aus Biologie, Chemie, Physik, Technik sowie anderen MINT-Fächern. Die Patenunternehmen WEMAG AG und Stadtwerke Rostock AG ermöglichen durch finanzielle Zuschüsse und Logistik Unterstützung, würdigen pädagogisches Engagement und sichern Preise. Die Projekte Themen reichen von intelligenten Energielösungen über Meerwasserentsalzung bis CO2-Reduktion. Gewinner qualifizieren sich mit ihren Prototypen für das Bundesfinale im Mai 2026.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Sieben Fachgebiete auf Landeswettbewerb zeigen innovative Forschung junger Talente

Jugend forscht junior Chemie (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten die Nachwuchsforschern aus Mecklenburg-Vorpommern beim 36. Landeswettbewerb Jugend forscht in der Rostocker Stadthalle 44 Projekte. Insgesamt beteiligten sich 85 junge Talente, die Beiträge aus sieben Fachgebieten vorstellten: Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt. Die Präsentationen überzeugten durch fundierte Methodik, kreatives Design und praxisrelevante Lösungsansätze. Dabei förderten Frage- und Diskussionsrunden den fächerübergreifenden Austausch und das Networking.
WEMAG seit 1991, Stadtwerke Rostock seit 2012 fördern MINT-Bildung
Seit 1991 agiert die WEMAG AG als Patenfirma des Landeswettbewerbs Jugend forscht in Mecklenburg-Vorpommern und verpflichtet sich seither zur Bereitstellung von Preisgeldern sowie logistischer Unterstützung. Die Stadtwerke Rostock AG hat diese Patenschaft im Jahr 2012 ergänzt, um gemeinsam mit der WEMAG AG Bildungsprojekte im MINT-Bereich zu fördern. Durch diese Partnerschaft werden sowohl Wettkampfausrichtung als auch Auszeichnung junger Wissenschaftler finanziell gesichert und organisatorisch begleitet, um Fachkräfteentwicklung zu stärken nachhaltig effizient systematisch.
Expertenjury beurteilt MINT-Projekte und misst sorgfältig Innovationsgrad, Methodik, Praxisrelevanz

Jugend forscht junior Mathematik Informatik (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Im Rahmen des Wettbewerbs übernahm eine unabhängige Fachjury die Begutachtung der Forschungsarbeiten aus sieben Disziplinen, darunter Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. In einem mehrstufigen Bewertungsverfahren prüften die Experten den Innovationsgrad, die methodische Stringenz und die praktische Relevanz der eingereichten Projekte. Nach intensiver Diskussion vergaben sie auf dieser Grundlage die Landespreise und stellten damit herausragende wissenschaftliche Leistungen heraus. Die Juroren legten Wert auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
WEMAG-Vorstand Murche würdigt Lehrkräfte, Eltern und Forscherbeteiligung des Wettbewerbs
Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte Thomas Murche, Technischer Vorstand der WEMAG AG, seine Anerkennung für den gestiegenen Zuspruch junger Forschertalente. Er betonte, dass Lehrkräfte, Mentoren und Eltern durch unermüdliches Engagement eine unverzichtbare Stütze bilden. Ohne ihre fachliche Begleitung wären viele kreative Projektideen nicht realisierbar. Murche sieht in dieser Zusammenarbeit das professionelle Netzwerk, das langfristig die Basis für nachhaltigen Erfolg des Wettbewerbs sowie die individuelle Entwicklung der Nachwuchswissenschaftler legt.
Schubert bezeichnet das Sponsoring als Investition in zukünftige Energiewirtschaftsfachkräfte
In einer anschaulichen Darstellung schilderte Gerald Schubert, in seiner Funktion als Geschäftsführer der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH, wie das diesjährige Motto programmiertechnische und ingenieurwissenschaftliche Projekte beflügelte. Er erläuterte, wie interdisziplinäre Teams energieeffiziente Entsalzungsverfahren für Meerwasser entwickelten und smarte Beleuchtungssysteme optimierten. Das bereitgestellte Sponsoring betrachtete er als gezielte Förderung künftiger Fachkräfte im Energiesektor. Seine Ausführungen betonten den Stellenwert solcher Investments für regionale Technologieförderung und nachhaltige Innovationskraft. Außerdem verwies Schubert auf Synergieeffekte.
Wissenschaftsministerin würdigt Kreativität und Neugier als Innovationsmotoren in MV

Jugend forscht junior Technik (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Angesichts des intensiven persönlichen Einsatzes und der investierten Zeit würdigte Wissenschaftsministerin Bettina Martin die außergewöhnliche Motivation der jungen Forscher. Sie betonte, dass die Kombination aus kreativen Ideen und unermüdlicher Neugierde maßgeblich ist, um in Mecklenburg-Vorpommern eine zukunftsfähige Innovationskultur zu etablieren. Gerade durch solche Eigenschaften ließen sich technologische Entwicklungen vorantreiben, Wirtschaftspotenziale heben sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern, wodurch langfristig eine lebendige Forschungsszene und nachhaltiges Wachstum in der Region ermöglicht werden.
Neugier, Beharrungsvermögen und Spaß fördern effiziente zielgerichtete wissenschaftliche Problemlösungen
Im Rahmen seiner Rede hob Dr. Uwe Viole vom Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung die herausragende Neugier sowie das nachhaltige Beharrungsvermögen der Schülerinnen und Schüler hervor. Er unterstrich, wie essenziell die konsequente Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsschritte ist und betonte gleichermaßen, dass der Spaß am forschenden Lernen und Experimentieren einen bedeutenden Erfolgsfaktor darstellt und die Motivation stärkt, innovative Lösungsansätze systematisch zu entwickeln und umzusetzen, die Teamarbeit verbessert und die Eigeninitiative gezielt aktiviert.
Heiko Gallert dankt WEMAG und Stadtwerke Rostock für Unterstützung
Heiko Gallert, Landeswettbewerbsleiter, beschrieb die Atmosphäre in der Rostocker Stadthalle als intensiv und gemeinschaftsbildend. Er verwies zugleich auf die deutlich gestiegenen Ausgaben im aktuellen Wettbewerbsjahr. In seiner Ansprache würdigte er das wertvolle und nachhaltige Engagement der WEMAG AG und der Stadtwerke Rostock AG und bedankte sich für deren logistische und materielle Unterstützung. Er betonte abschließend, dass ohne diese Partner das erfolgreiche Zustandekommen des Landeswettbewerbs im vergangenen Jahr nicht wirklich realisierbar gewesen wäre.
Drei Siegerprojekte begeistern Arbeitswelt, Kryptographie Forschung und Hochflugdrohne Technik
Das Erstplatzierte im Fach Arbeitswelt war ein innovatives KI-basiertes System zur Personenzählung, das durch automatisierte Bildauswertung und adaptive Algorithmen überzeugte. In Mathematik und Informatik belegte eine Studie zu nichtlinearen Permutationen eine Spitzenposition, indem sie sicherheitsrelevante Kryptoverfahren optimierte. Die Technikkategorie dominierte ein autonomes Modellflugzeug mit fortschrittlicher Kamerasensorik und Echtzeitdatenübertragung. Alle drei Projekte erhielten jeweils den ersten Preis und dürfen am Bundesfinale 61 im Mai 2026 in Herzogenaurach teilnehmen.
Jugend forscht junior Regionalwettbewerb: Chemie, Mathematik und Technikteams überzeugen
Drei Nachwuchsteams setzten sich beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht junior“ durch: Ein Chemie-Team entwickelte Verfahren zur schadstoffarmen Aufbereitung und Weiterverwertung von Zigarettenstummeln. Eine Gruppe aus Mathematik und Informatik untersuchte das Verhalten von Diagonalen in Restklassenquadraten anhand numerischer Simulationen und theoretischer Beweise. Das Technikprojekt LumenCycle stellte ein modulares LED-System zur intelligenten Beleuchtung im öffentlichen Raum vor, das Energie spart und Lichtqualität optimiert. Die präsentierten Lösungen zeigten klare Praxisrelevanz sowie interdisziplinären Ansatz.
Mit siebenhundert Mitarbeitern etablieren Rostocker Stadtwerke Glasfaser und Mobilitätskonzepte
Parallel zu ihren klassischen Tätigkeiten verdeutlichten die Stadtwerke Rostock AG ihr Engagement für nachhaltige Energieversorgung, indem sie ihre spezifischen Fachkompetenzen präsentierten. Rund 700 Beschäftigte sorgen in ihrem Versorgungsgebiet für eine stabile Stromversorgung, Gasversorgung und effiziente Fernwärmelösungen. Zusätzlich bauen sie eine flächendeckende Glasfasernetze auf und implementieren Smart-City-Konzepte. Im Fokus steht zudem der Ausbau umweltfreundlicher Mobilitätsangebote wie Elektrobussen und Fahrradsharing, um Emissionen zu reduzieren und gewährleisten damit zukunftsfähige Infrastrukturentwicklung kontinuierlich und Servicequalität
Partnerschaft fördert junge Talente mit Fokus Klimaschutz und Digitalisierung
Im Rahmen des Landeswettbewerbs Jugend forscht Mecklenburg-Vorpommern arbeiten junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Entwicklung praktischer Innovationen mit Fokus auf Klimaschutz und digitale Transformation. Unterstützt durch Unternehmen, akademische Einrichtungen und Forschungspartner sammeln die Teilnehmern wertvolle Erfahrungen und etablieren interdisziplinäre Kooperationen. Auf diese Weise entsteht eine tragfähige Grundlage für die Ausbildung kompetenter Fachkräfte, die durch ihr Engagement entscheidend zur Realisierung der Energiewende und zur Stärkung technologischer Entwicklungen in der Region beitragen.

