Networking und praxisorientierte Vorträge stärken Farbmanagement sowie Markenführungskompetenz nachhaltig

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Die Jubiläumsausgabe des Colour Management Symposiums der Fogra bewies mit über 200 Teilnehmern aus 23 Ländern ihre herausragende Bedeutung als Wissensplattform. Hochkarätige Vorträge, Live-Demos und Podiumsdiskussionen vermittelten Impulse zu Farbtransformation, Markenanforderungen, Packaging-Prozessen, HDR-Optimierung und KI-gestützter Retusche. Intensive Gespräche auf der Ausstellerfläche sowie informelle Runde beim Bayerischen Abend festigten internationale Verbindungen. Neue Markttrends und technologische Entwicklungen wurden frühzeitig diskutiert, um Wettbewerbsvorteile durch effiziente Farbprozesse zu sichern. Das Symposium bleibt unverzichtbar für Farbmanagement-Professionals.

Fachleute aus 23 Ländern treffen sich zum zehnten CMS

Das CMS bot zum zehnjährigen Jubiläum in München über 200 Teilnehmern aus 23 Ländern und 126 Unternehmen ein reichhaltiges Programm. Expertenvorträge zu modernem Farbmanagement, Live-Demos innovativer Workflow-Tools und interaktive Q&A-Runden vermittelten praxisnahes Know-how. Ausstellerstände und Networking-Bereiche ermöglichten spontane fachbezogene Fachdiskussionen, während der festliche Abend den persönlichen Austausch über Markenstrategien und technische Standards vertiefte. Insgesamt schuf die Veranstaltung optimale Rahmenbedingungen, um globale Farbmanagement-Communities strategisch zu vernetzen und neue, zielorientierte Projektkooperationen anzustoßen.

Über 200 Fachleute diskutieren Herausforderungen und entwickeln praxisnahe Ansätze

Wie schaut die Praxis im Farbmanagement aus? Steffen Walter (THIMM) (Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.)

Wie schaut die Praxis im Farbmanagement aus? Steffen Walter (THIMM) (Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.)

Rund 200 Experten aus 23 Nationen vernetzten sich bei Ausstellerständen, informellen Pausen und einem Bayerischen Abend. Ebenso intensiv wurde über aktuelle Probleme diskutiert, um praxistaugliche Lösungskonzepte zu erarbeiten. Durch den direkten Dialog entstanden neue Kooperationen zwischen Brand Ownern, Druckereien und Forschungseinrichtungen. Dieser intensive Austausch verknüpft technisches Know-how und betriebswirtschaftliche Perspektiven und bildet damit die Grundlage für gemeinsam realisierte Projekte und eine nachhaltige Optimierung von Druck- und Farbprozessen partnerschaftlich zielgerichtet effizient.

Proofing auf realen Substraten und Digitalisierung in sieben Sessions

Über sieben fokussierte Sessions boten Experten und Anwender strukturierte Einblicke in digitale Kundenanforderungen, Verpackungsfarbprozesse, HDR-Druckanwendungen, echtes Substrat-Proofing und KI-basierten Automatisierungsschritte. Jede Präsentation enthielt fundierte Case Studies, beschrieb Prüfverfahren und verglich nationale wie internationale Standards inklusive ECG 7C und ISO 12647-2:2026+. Interaktive Feedback-Segmente ermöglichten konkrete Fragen zur Validierung, während kompakte Zusammenfassungen und Best-Practice-Checklisten den Teilnehmern praxisnahes Know-how für die Entwicklung eigener Farbworkflows bereitstellten. Live-Proofing und Diskussionen zu Workflowoptimierung förderten den Austausch.

Fallstudien von Amagoo bis HARIBO demonstrieren zentrale Farbprozess Digitalisierung

Markus Weber (Staudacher) und Jürgen Hein (w&co MediaServices) (Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.)

Markus Weber (Staudacher) und Jürgen Hein (w&co MediaServices) (Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.)

In Session 1 wurden die Digitalisierungsinitiativen von Amagoo, Coppenrath & Wiese und HARIBO im Farbmanagement vorgestellt, ergänzt um detaillierte Einblicke in Standardisierungsprozesse. Die Fachvorträge demonstrierten, wie Parameter definiert, Farbraumkonvertierungen validiert und zentrale Datenbanken aufgebaut werden, um durchgängige Qualität zu erzielen. Brand Owner lernten, wie sie in Zeiten zunehmender Online-Kommunikation technische Richtlinien implementieren und automatisierte Prüfmechanismen einrichten, um Fehlproduktionen zu reduzieren und konsistente Markenfarben prozesssicher zu verwalten sowie Effizienz im Freigabeprozess steigern.

Messverfahren wie „Messen im Bild“ verbessern Verpackungsdruck und Farbgenauigkeit

Unter Leitung von ChromaChecker präsentierten Repräsentanten von Edelmann, Druckerei Bauer und Fogra neue Ansätze für die Farbmessung direkt im Bild und den Aufbau von FFI-Standards für ECG 7C. In der Diskussion wurde erläutert, wie standardisierte Referenzwerte und automatisierte Prüfprotokolle die Konsistenz von Verpackungsfarben erhöhen. Ziel ist es, den Abstimmungsaufwand zwischen Markeninhabern und Druckereien zu verringern und Genehmigungsverfahren durch klare Qualitätskriterien zu beschleunigen und den Ressourceneinsatz ökonomisch und nachhaltig zu optimieren.

Testdrucke demonstrieren messbar erweiterte Dynamikumfänge mit HDR und FOGRA59-Standard

Die Vorstellung durch Dorin Pitigoi, Prof. Florian Süßl und Rudolph Druck fokussierte sich auf die praktische Implementierung von High Dynamic Range-Techniken in Verbindung mit dem neuen FOGRA59-Standard eciCMYKv2. Mittels Live-Messungen an Testdrucken demonstrierten sie eindrucksvoll, wie sich der mögliche Farbumfang und Kontrastumfang im Backlit- sowie im klassischen Offsetverfahren signifikant vergrößern lassen und so die Druckqualität in zahlreichen Anwendungsszenarien verbessert wird. Diese Innovationen erweitern industrietaugliche Prozesse um deutlich messbare, automatisierbare Parameter.

Podiumsdiskussion zu Surface Proofing und M1 bis M3 Messungen

Justin Laird (Apple), Tolga ?ensöz (VitrA Tile), Thomas Voigt (Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.)

Justin Laird (Apple), Tolga ?ensöz (VitrA Tile), Thomas Voigt (Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.)

Mit Real Surface Proofing zeigten GMG Color, Interproof und Fogra einen praxisnahen Workflow zur hochpräzisen Simulation von Druckergebnissen auf realen Materialien. Parallel diskutierten sie das D50noUV-Konzept, das LED-basierte Farbreproduktionen standardisieren und UV-Anteile reproduzierbar ausschließen soll. In Spotlights demonstrierten Techniker die Anwendung spektraler Vergleichsmessungen, während Podiumsrunden neuen Anforderungen an M1-, M2- und M3-Normen nachgingen und Lösungsstrategien für reproduzierbare Farbergebnisse präsentierten. Die Diskussion um Standardisierung und Integration wurde durch praxisorientierte Beispiele ergänzt.

Live-Demo betont anschaulich Effizienzsteigerung durch KI-gestützte Farbkorrektur und Retusche

Im Rahmen der Live-Präsentation von w & co MediaServices traten zwei Fachkräfte im KI-Battle gegeneinander an, um unterschiedliche Verfahren zur Farbkorrektur und automatischen Retusche vorzuführen. Die Gegenüberstellung erlaubte eine unmittelbare Bewertung der Bearbeitungszeiten, Ressourceneinsätze sowie der Fehlerhäufigkeiten während der einzelnen Arbeitsschritte. Durch diesen praxisnahen Vergleich konnten spezifische Stärken und Grenzen der eingesetzten KI-Systeme erfasst werden. Diese Ergebnisse bieten wertvolle Ansatzpunkte für gezielte Prozessoptimierung in industriellen Print-Workflows und nachhaltige, effiziente Qualitätskontrolle.

Session zeigt innovative Techniken zur Farbsicherung in industriellen Prozessen

Abschließend demonstrierten Vertreter von STIHL, VitrA Tile und Apple praxisnah, wie digitale Abbildungs- und Drucklösungen für Stahlbauteile, präziser Fliesendruck via hyperspektraler Messtechnik und appearance-basierte Farbqualitätskontrolle ineinandergreifen. Die Session verdeutlichte integrative Workflows, angefangen bei Kalibrierung und Färberegelung bis hin zu automatisierten Prüfungen. Stakeholder erhielten Einblicke in Validierungsszenarien, die eine messbare Steigerung der Farbgenauigkeit und Fehlerreduzierung in industriellen Produktionslinien ermöglichen. Zusätzlich diskutierten sie Analysewerkzeuge für standardisierte Reports und Prozessstabilitätsprognosen mittels modernster Kriterien.

Optimierte Farbprozesse sichern Wettbewerbsvorteile laut Experten des Fogra CMS

Beim KI-Battle des CMS traten zwei Fachleute von w & co MediaServices mit unterschiedlichen Ansätzen in Farbkorrektur, Retusche und Automatisierung gegeneinander an. Die Live-Gegenüberstellung verdeutlichte Einsparpotenziale, typische Fehlerquellen und Anforderungen an KI-Tools in Druckprozessen. Parallel präsentierten Referenten weitere KI-gestützte Anwendungen für Predictive Quality Assurance und Prozessoptimierung. Teilnehmer nutzten diese Einblicke, um konkrete Strategien für den effizienten Einsatz künstlicher Intelligenz in ihren Produktions-Workflows zu entwickeln. CMS förderte Austausch zwischen Marken, Anbietern und Forschern.

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