Im Auftrag der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA) analysiert GICON in den kommenden zwei Jahren fünfzig Biogasanlagen hinsichtlich ihrer Betriebsfähigkeit nach dem Ende der EEG-Förderung. Dabei erarbeiten die Fachleute Konzepte zur flexiblen Strom- und Wärmeerzeugung, zur Nutzung selbst erzeugter Energie sowie zur Einspeisung von Biomethan. Eine Musteranlage geht noch dieses Jahr in Betrieb, um die theoretischen Ansätze unter realen Bedingungen zu prüfen. Die Ergebnisse werden digital aufbereitet und bereitgestellt.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Zweijähriges Projekt analysiert erste Anlage als Muster für Biogasanlagenbetrieb
GICON wurde von der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) beauftragt, in zwei Jahren für rund fünfzig landwirtschaftliche Biogasanlagen in Thüringen nachhaltige Konzepte nach dem Ende der EEG-Förderung zu entwickeln. Bereits in diesem Jahr erfolgt eine detaillierte Analyse einer Referenzanlage als praxisnahes Beispiel. Ziel ist es, technische Anpassungen, Flexibilisierungsoptionen und wirtschaftliche Strategien zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu ermitteln. Die Ergebnisse fließen in Handlungsempfehlungen für Betreiber sowie Politik und Verwaltung ein.
Ohne zukunftsfähige Konzepte droht Thüringer Biogasanlagen bereits flächendeckende Stilllegung
Mehrere landwirtschaftliche Biogasanlagen in Thüringen erreichen bis 2027 das Ende ihrer zweijahrzehntigen EEG-Förderung. Ohne rechtzeitige, langfristig passgenaue technische und effiziente wirtschaftliche Weiterentwicklung droht die Stilllegung zahlreicher Anlagen. Dies könnte regionale Wertschöpfungsketten empfindlich stören, Klimaschutzbemühungen ausbremsen und den Umbau des Energiesystems verzögern. Um dies zu verhindern, bieten das Thüringer Umweltministerium und die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur zielgerichtete Unterstützung durch Flexibilisierung der Stromproduktion, individuelle Eigenstrom- und Wärmeplanung sowie Optionen zur Biomethan-Einspeisung an.
Thüringer Umweltministerium lädt kostenfrei Betreiber auslaufender Biogasanlagen zur Anmeldung
Alle thüringischen Betreiber von Biogasanlagen, deren Förderphase nach EEG in etwa drei bis vier Jahren endet, sind eingeladen, sich kostenfrei zu registrieren. Das Thüringer Umweltministerium nimmt aktiv Kontakt zu potenziellen Teilnehmer auf und informiert sie detailliert über die Unterstützungsangebote. Insbesondere Betreiber von Anlagen mit landwirtschaftlichen Substraten, Reststoffen oder Biomethan profitieren angesichts des bundesweit höchsten Gülleanteils in Thüringen von maßgeschneiderten Lösungen und einer frühzeitigen Vorbereitung ihrer Weiterbetriebsstrategien sowie langfristigen fundierten Investitionsentscheidungen.
Biogas-Fachtagung: GICON-Experten vermitteln Erfahrungen in Flexibilisierungsstrategien und Eigenstromproduktion
Im Rahmen der 63. Biogas-Fachtagung im November tauschten sich zwei Experten von GICON intensiv mit Betreibern über die aktuellen politischen und behördlichen Vorgaben aus. Sie präsentierten innovative Lösungsansätze zur Anpassung bestehender Anlagen. Jörg Hiecke, Leiter Bioenergie, unterstrich den Bedarf an konkreten Maßnahmen für betriebliche Flexibilität, Eigenstromversorgung und Biomethan-Einspeisung. Aufgrund Projekterfahrungen konnten Vertrauen aufgebaut sowie wichtige Kontakte zum Fachverband Biogas, zum Thüringer Bauernverband und zum Landesministerium verlässlich und dauerhaft etabliert werden.
Dreiphasiges Consulting: GICON erfasst, analysiert und dokumentiert Investitionsentscheidungen fundiert
GICON strukturiert den Beratungsprozess in drei Phasen für jede Anlage. Phase Eins umfasst eine umfassende Datenaufnahme vor Ort, um baulichen Zustand, Substratpotenzial und Umgebungsbedingungen zu dokumentieren. In Phase Zwei werden sämtliche Weiterführungsszenarien untersucht – von EEG-Ausschreibungsoptionen über flexible Strom- und Wärmebereitstellung, Eigenverbrauchsförderung und Biomethaneinspeisung bis zur Stilllegungsprüfung -, resultierend in ein priorisiertes Maßnahmenportfolio mit fachlicher und wirtschaftlicher Bewertung. In Phase Drei erhalten Betreiber und ThEGA eine digitale Entscheidungshilfe mit Investitionsgrundlagen.
Empfehlungen fördern effiziente Modernisierungsentscheidungen und langfristige Weiterbetriebsstrategien Thüringer Biogasanlagen
Im Rahmen der detaillierten Projektanalysen erhält das Thüringer Umweltministerium fundierte Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit regionaler Biogasanlagen sowie zu deren ökologischer Belastbarkeit. Betreiber können diese fundierten Bewertungen als Grundlage für technische Modernisierungen, betriebswirtschaftliche Optimierungen und langfristige Investitionsentscheidungen nutzen. Die Empfehlungen fördern darüber hinaus die Umsetzung von Eigenstromnutzung, effizienten Wärmekonzepten und Biomethanoptionen. Auf diese Weise wird die Bioenergie als bedeutendes Standbein der Energiewende in ländlichen Gebieten langfristig gesichert.
Kostenfreie GICON ThEGA-Beratung sichert nachhaltigen Weiterbetrieb Thüringer Biogasanlagen langfristigen
Durch das kostenfreie Beratungsangebot von GICON in Kooperation mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur profitieren Betreiber von Biogasanlagen von individuell abgestimmten Konzepten für den Weiterbetrieb nach Ablauf der EEG-Förderperiode. Im Fokus stehen technische Modernisierungsmaßnahmen, flexible Strom- und Wärmeerzeugung, effiziente Eigenstromnutzung sowie die Einspeisung von Biomethan. Die systematisch dreistufige Analyse umfasst Datenerfassung, Optionenauswahl und digitale Dokumentation und schafft so belastbare, langfristige Entscheidungsbasis für zukunftsorientierte, unabhängige Energieversorgung, regionale, nachhaltige Wertschöpfung und Klimaschutz.

